Schloss Corvey liegt unweit von Höxter und blickt auf eine 1200jährige Geschichte zurück. Im Jahre 815 gründeten die Nachkommen Karls des Großen das erste Kloster auf niedersächsischem Boden. Sie setzten das Bestreben des Kaisers fort, die heidnischen Germanen zu christianisieren. Schnell entwickelte sich Corvey zum kulturellen, geistigen und politischen Zentrum der Region. Es besaß eine der umfangreichsten Bibliotheken ganz Europas. Die Büchersammlung bestand aus 74.000 Druckwerken. Auch wenn die Bedeutung des Klosters eng an Aufstieg und Fall der weltlichen Herrscher geknüpft war, meint es ein bedeutsames Stück deutscher Geschichte. Darum trägt es seit 2014 den Titel einer UNESCO-Weltkulturerbestätte. Reisende erwartet auf dem Friedhof hinter dem Gotteshaus ein liebevoll gepflegtes Must-See des Klosters. Hoffmann von Fallersleben fand hier seine letzte Ruhe. Der Germanist dichtet die Strophen der deutschen Nationalhymne und machte sich auch im Bereich der Kinderlieder verdient. „Der Kuckuck und der Esel“ stammt beispielsweise aus seiner Feder.

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