Der Bremer Roland wacht seit 1404 über die Stadt und misst beeindruckende 5,47 Meter. Zählt man seinen hübschen Baldachin und den Sockel noch hinzu, bringt es das Denkmal auf eine Höhe von 10,21 Meter – eine größere Plastik hat das Mittelalter nicht hervorgebracht. Allerdings handelt es sich bei der heutigen Darstellung lediglich um einen Nachbau. Der originale, hölzerne Roland wurde um 1340 errichtet und fiel einem Frevel zum Opfer. Die erzbischöflichen Krieger stürzten ihn 1366 um und verbrannten seine Überreste. Damit dem Roland, immerhin ein vermuteter Neffe Karls des Großen nie wieder ein derartiges Schicksal zuteil würde, verwendete man später steinerne Baumaterialien. Alljährlich zum Bremer Freimarkt wird der Roland mit einem riesigen Lebkuchenherz geschmückt. Die Schornsteinfegerinnung der Stadt hängt ihm die Attrappe aus Pappmaché um und markiert damit den Beginn des beliebten Volksfestes. Radler sollten vor der Statue Halt machen und ihr über das Knie streicheln – wer dies tue, kehre immer wieder nach Bremen zurück!

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