Zwischen 1603 und 1612 ließ Statius von Münchhausen seinen Herrensitz erneuern. Er gab den Auftrag für einen Schlossbau und schenkte der Gemeinde Bevern damit ihre historische Keimzelle. Statius war darüber hinaus ein Vorfahr des weltberühmten Lügenbarons. Schloss Bevern ist ein bedeutendes Zeugnis der Weserrenaissance. Ein Wassergraben umgibt den vierflügeligen Prunkbau, der einen quadratischen Innenhof umschließt. Zwei Brücken und eine herrliche Gartenanlage komplettieren die malerische Kulisse. Vom Bauherrn Johann Hundertossen erschaffen, weisen zahlreiche Details darauf hin, dass der legendäre Steinmetz Johann von Mehle an der Errichtung mitgewirkt hat. Seine charakteristischen Arbeiten finden sich beispielsweise auch an der schmucken Fassade des Alfelder Rathauses. Mit dem Bankrott Münchhausens beginnt nun die wechselvolle Vergangenheit Beverns. Während des Dreißigjährigen Krieges von Soldaten bewohnt, wurde es als „Erziehungsanstalt für junge Frauenzimmer“, später von den Nationalsozialisten als Sportschule benutzt. Seit 1976 ist nun das Heimatmuseum der Region dort untergebracht und wechselnde Sonderausstellungen beschäftigen sich mit der Schlosshistorie.

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